Einzigartig.


Das Design der Junghans-Küchenuhr von Max Bill und Ernst Moeckl 1956/57 im Kontext der Küchenzeit.

Der Schweizer Max Bill (1908 bis 1994) folgte der Bauhaus-Generation, war Schüler von Walter Gropius und Weggefährte von Le Corbusier und Mies van der Rohe. Der Kunstvirtuose war Maler, Architekt, Bildhauer und Lehrer. Nach seinem Leitsatz "Die Gute Form" entstand Anfang der 50er die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Mitte der 50er entwarf Max Bill mit seinem Schüler Ernst Moeckl u.a. Uhren für Junghans. Seine Entwürfe zeichnen sich durch konstruktive Klarheit und präzise Proportionen aus. Die Präsentation im Kontext von 150 Wettbewerbsmodellen zeigt die zeitlose Souveränität seines Uhren-Designs. 

Ovale (Keramik-) Küchenuhren mit zusätzlichem Kurzzeitwecker („Eieruhr“) sind eine  Erfindung der deutschen Gründlichkeit.                                                  Nur im deutschsprachigen Raum wurden sie in den 50er bis 70er Jahren hergestellt. Die Sammlung zeigt die gewachsene Formensprache des Kombiküchenuhren-Konzeptes.

Dreissig Jahre lang haben sich Firmen und Handelsmarken wie  AEG, Alka, Anker, Baduf, Diehl, Dugena, Ducado, Elektra, Exact, Garant, Hettich, Junghans, Kaiser, Kienzle, Le Castel, Mauthe, Peweta, Peter, Remington, Schlenker, Schatz, Weiss, Wempe oder Zentra um ein skurriles Phänomen bemüht: "das Ei immer wieder neu zu erfindern". Immer passend zum Geschmack der Küchenzeit.

Die Themensammlung zur Küchenzeit gliedert sich in: Küchenuhren, Wandmasken, Eieruhren, Kurzzeitwecker und authentische Schnappschüsse         von Hausfrauen in der Küche. Siehe Menueleiste oben. Mein besonderer Dank gilt dem Stadtmuseum www.schramberg.de und der www.bill-stiftung.ch